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Barbara Hentschel: Biochemische Methoden zur Ausdünnung konsolidierender Überzüge – Alternativen für den Einsatz von Lösungsmitteln? Zurück
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Detail des Deckengemäldes von A. Kolb mit dunklen, durch Schimmelpilze verursachten, Flecken.
Zusammenfassung: Impulsgebend für diese Arbeit war die Situation des Deckengemäldes von A. Kolb (1927) in der Ibbenbürener St. Mauritiuskirche: Das ursprünglich mit Caseinfarben ausgeführte Gemälde wurde während einer restauratorischen Maßnahme in den 1970er mit einem konsolidierenden Überzug aus Acrylat-Harz (Paraloid® B 72) versehen. Seitdem ist auf den behandelten Flächen eine starke Besiedelung mit dem Schimmelpilz Aspergillus fumigatus festzustellen. Ein direkter Zusammenhang zwischen der Besiedelung des Deckengemäldes und der Einbringung von Acrylat-Harzen konnte nachgewiesen werden. Ebenso die Freisetzung des von Aspergillus fumigatus gebildeten Pilzgiftes Gliotoxin durch Lösemittel, die konventioneller Weise für die Ausdünnung solcher Beschichtungen genutzt werden. Daraufhin wurden Mikroorganismen auf die Fähigkeit hin überprüft, Paraloid® B 72 und Primal® AC 33 als Nahrungsquelle abzubauen. Mit Beauveria alba und Bacillus subtilis konnten zwei Organismen gefunden werden, die für die Entwicklung von biochemischen Methoden zur Ausdünnung von Acrylat-Überzügen geeignet scheinen. Besonders die belegten Wachstumsbedingungen von Beauveria alba lassen diesen Schimmelpilz und seine extrazellulären Enzyme im Bezug auf Anwendungen im Wandmalereibereich interessant erscheinen. Es folgten Versuche zur Gewinnung und zur Erprobung enzymhaltiger Lösungen.

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Schlagworte: Akrylat-Harz, Schimmelpilz, Enzyme, Mykotoxin, Überzüge
 
Unter dem Mikroskop (UV-Licht): Beauveria alba durchsiedelt Paraloid B 27.
Inhalt: (gekürzte Fassung)

1 Einleitung
1.1 Bioremediation in der Restaurierung
1.2 Enzyme – eine mögliche Alternative?
1.2.2 Enzyme in der Restaurierung


2 Die Situation in der Ibbenbürener Pfarrkirche St. Mauritius
2.1 Objektidentifikation
2.2 Das Deckengemälde von Augustin Kolb
2.2.3 Mikrobieller Befall
2.3 Anmerkungen zu einer konventionellen Restaurierungsmaßnahme

3 Materialien und Methoden
3.1 Die in die Untersuchungen einbezogenen Acrylat-Harze
3.2 Mikroorganismen
3.3 Nährmedien
3.4 Mikroskopie
3.5 Dünnschichtchromatographie
3.6 Gelchromatographie
3.7 Spektralphotometrie
3.8 Bradford-Protein-Nachweis

4 Mikrobiologische Untersuchungen
4.1 Messung der Keimbelastung in der St. Mauritiuskirche, Ibbenbüren
4.2 Untersuchungen in Bezug auf den Schimmelpilz Aspergillus fumigatus
4.2.2 Nachweis der Produktion und Löslichkeit von Gliotoxin
4.2.2.2 Nachweis von Gliotoxin in Proben verschiedener Herkunft
4.2.2.3 Nachweis der Freisetzung von Gliotoxin durch Lösemittel
4.3 Wachstum von Aspergillus fumigatus auf Caseinfarben mit Acrylat-Überzügen
4.4 Untersuchung der Wachstumsbedingungen von Beauveria alba


5 Untersuchungen zum biochemischen Abbau von Acrylat-Harzen
5.1 Wachstum ausgesuchter Mikroorganismen auf Polymerfilmen
5.2 Wachstum ausgesuchter Mikroorganismen auf festen Nährmedien
5.3 Massenkultur von Beauveria alba und Bacillus subtilis in Flüssigmedien
5.5 Filtration und Fraktionierung der Kulturmedien
5.6 Anwendung der Crude Extracts auf Acrylatfilmen
5.7 Anmerkungen zu den Versuchen

6 Zusammenfassung und Ausblick

7 Verzeichnisse

8 Anhang

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weitere Angaben:
  • Hochschule:  HAWK Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen
  • Art der Arbeit:  Masterarbeit
  • Erstprüfer:  Prof. Dr. Karin Petersen
  • Zweitprüfer:  Prof. Dr. Thomas Scheper
  • Abgabedatum:  2006
  • Sprache:  Deutsch
  • Seitenzahl:  110
  • Abbildungen:  45
 
Kontakt:
 
Barbara Hentschel
Von-Steuben-Str. 20
31135  Hildesheim
Deutschland
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